13 /05 /2022

Vom Licht - zum Licht - zum Licht

Über den Rundgang um den Kern eines Gebäudes - oder die Zeit ist dem Material eingeschrieben und prägt die Arbeit

Museen als soziale Orte, die offen und öffentlich sind. Orte, an denen man der Kunst, sich selbst und anderen begegnen kann.

Allzu oft hat man nicht die Gelegenheit, den Ausführungen eines Schöpfers eines Museumneubaus zu lauschen. Im ersten Teil der Veranstaltung weihte uns Peter Zumthor ein. In seine - künstlerische - Herangehensweise an den Auftrag der Fondation Beyeler zum Erweiterungsprojekt "Museum im neuen Park". Er beschrieb seine Philosophie des Gebäudes, des ganzen Ensembles, des Areals. Und dann gibt es ja noch einen dazugehörenden Park in den alles eingebettet ist. Von dessen Existenz vermutlich bislang nur wenige überhaupt eine Ahnung hatten.

In unseren Alltag haben sich leider Verhalten eingeschlichen wie Kommunikation als schwarzes Loch. Man bekommt überhaupt keine Reaktionen oder man wird abgewimmelt. Niemand fühlt sich mehr zuständig. Alles ist und bleibt unverbindlich.

Sabine von Fischer befragte im zweiten Veranstaltungsteil Peter Zumthor zu seiner Arbeitsweise. Was für ein wohltuender Gegenpart zu den zuvor beschriebenen Empfindungen. Das Gespräch war geprägt von Themen wie Raum und Zeit, Geduld und Geschwindigkeit, von Nahtstellen und der Möglichkeit der gegenseitigen Befruchtung an diesen, von Sorgfalt, Präzision, gegenseitiger Wertschätzung, von der Kompromisslosigkeit bei der Qualität.

Das kann man jetzt auf das aktuelle architektonische Vorhaben beziehen - oder aber genauso gut auf jede Art der Arbeit und des Miteinanders.

Bitte gerne mehr davon. Überall.

Noch leeres Podium, Architekturmodell, Planskizze Noch leeres Podium, Architekturmodell, Planskizze
Noch leeres Podium, Architekturmodell, Planskizze Noch leeres Podium, Architekturmodell, Planskizze