21 /02 /2021

"Schiibi, schiibo, wem soll die Schiibe go?"

Scheibenschlagen und Fasnachtsfeuer gehören zu den ältesten Fastnachtsbräuchen, die infolge des alten Fastnachtstermins (Aschermittwoch) am Sonntag Invocavit (Sonntag nach Aschermittwoch) stattfanden.

Neben dem Abbrennen des Scheiterhaufens (dem 'Fasnachtsfüür') wird auch der Brauch des Scheibenschlagens gepflegt. Dabei werden im kleinen Feuer (dem 'Schibefüür') mittels einem "Schiibestecke" (lange Haselnussruten) kleine Holzscheiben zum glühen gebracht und über ein schräg aufgestelltes Brett, den "Schiibestuehl" so abgeschlagen, dass sie - ähnlich Sternschnuppen - talwärts fliegen. 

Dadurch soll die kalte Jahreszeit sowie die finsteren dunklen Geister vertrieben und die Felder fruchtbar werden. 

Der Frühling gibt seit gestern ein Gastspiel – vielleicht als Ersatz für den abgesagten Brauch.

Lassen wir doch anstelle unsere Sternschnuppen in Gestalt von Ideen in Gedanken fliegen, auf dass sie fruchtbar werden.

(Impressionen vom Scheibenschlagen und Fasnachtsfeuer. Fotos: Gudrun Gempp) (Impressionen vom Scheibenschlagen und Fasnachtsfeuer. Fotos: Gudrun Gempp)
(Impressionen vom Scheibenschlagen und Fasnachtsfeuer. Fotos: Gudrun Gempp) (Impressionen vom Scheibenschlagen und Fasnachtsfeuer. Fotos: Gudrun Gempp)