09 /05 /2022

Orte verstärken Begegnung

Die „Le Corbusier“-Schleuse in Kembs-Niffer

Es gibt Orte, die machen etwas mit einem. Sie verstärken eine Begegnung. Mit sich selbst und erst recht verstärken sie das Zusammentreffen zwischen Menschen. Resonanzräume.

Begegnung zwischen Menschen ermöglichen ist ein Kernthema meiner Arbeit. Grund genug, die Augen offen und nach verstärkenden Orten Ausschau zu halten.

Da ist diese Schleuse. Im Elsass (Haut-Rhin). Gebaut in den 60er Jahren für den Rhein-Rhône-Kanal. Eine Schnittstelle für Schiffe. Entworfen von niemand anderem als Le Corbusier. Eines seiner Alterswerke und eines, das gemeinhin wenig bekannt ist. Was man den Bauwerken leider ansieht. Die Schleuse war nur wenige Jahrzehnte in Betrieb und fristet seither ein trostloses Dasein. 2005 wurde sie unter Denkmalschutz gestellt.

Das Dasein soll sich nun ändern. Ideen existieren, diesen Ort anzupassen und für neue Aktivitäten zugänglich zu machen: Seminare, temporäre Ausstellungen oder sogar Co-Working. Eine neue Schnittstelle, ein neuer Resonanzraum, wo sich Menschen begegnen können.

Noch wird Geld dafür eingesammelt, um den Kontrollturm (hier war der Schleusenwärter tätig) und das Verwaltungsgebäude (ehemals Zoll- und Schifffahrtsamt) zu sanieren und wieder in den Originalzustand zu überführen. 2023 soll es mit den Arbeiten losgehen.

Es wäre ein wunderbarer Resonanzraum in einer idyllischen Landschaft

Kontrollturm, Verwaltungsgebäude und Schleusenmauer. Fotos: Gudrun Gempp Kontrollturm, Verwaltungsgebäude und Schleusenmauer. Fotos: Gudrun Gempp
Kontrollturm, Verwaltungsgebäude und Schleusenmauer. Fotos: Gudrun Gempp Kontrollturm, Verwaltungsgebäude und Schleusenmauer. Fotos: Gudrun Gempp