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Journal

27 /02 /2021

In eigener Sache - also gewissermassen,

denn dieser Beitrag ist nicht von mir, sondern über mich.

Über mich persönlich, aber auch über die Situation von vielen Solo-Selbstständigen und Wissensarbeiter:innen in dieser Zeit.

Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass Regionalzeitungen ihren Blick auf viele unterschiedliche Unternehmens- und Erwerbsformen richten und auch hinschauen, wie es kleinen und Kleinstunternehmen geht und ihnen einen Raum und eine Stimme geben.

Ein großes Dankeschön an der Stelle an Ingmar Lorenz für das wertschätzende Gespräch und für diese großartige Verdichtung des Gesagten.

Bericht: Die Oberbadische, 27. Februar 2021

#Selbstständigkeit #SoloSelbstständig #Wissenarbeit #FreiArbeiten #Selbstbestimmung

 


25 /02 /2021

Auf Abstand gehen - zu mir selbst

Dritte Orte sind noch alle geschlossen.

Wobei der Begriff "Dritte Orte" ja bereits lange vor dieser Plage nicht mehr so richtig gepasst hat. "Dritte Orte" sind Orte des Ausgleichs zu Familie und Beruf. Am Ersten Ort wohnt man, am Zweiten Ort arbeitet man. Nur verschmilzt doch das Leben. Und das tut es schon eine ganze Weile.

Dritte Orte sind für mich nicht nur Orte, an denen man anderen Menschen begegnet - sondern auch Orte, um Abstand von sich selbst zu bekommen und sich dabei selbst wieder neu zu begegnen. Den Geist bereichern, die Seele füllen. Das müssen nicht notwendigerweise Orte voller Menschen sein.

Das herrliche Frühlingswetter federt den Mangel an Abstandsorten etwas ab. Bei meinem ausgiebigen Gang heute schnupperte ich ein wenig Schönheit und Architektur. Von außen - mit Abstand zu den Dingen und mir selbst. Passender, als ein Ort an dem Arbeiten und Leben neu gedacht wird, ging es nicht.

Bereichert komme ich wieder zurück an meinen Ersten Ort.

 

#DritterOrt #DritteOrte #ThirdPlaces #FirstPlace #dieprojektregie #fieldnotes


21 /02 /2021

"Schiibi, schiibo, wem soll die Schiibe go?"

Scheibenschlagen und Fasnachtsfeuer gehören zu den ältesten Fastnachtsbräuchen, die infolge des alten Fastnachtstermins (Aschermittwoch) am Sonntag Invocavit (Sonntag nach Aschermittwoch) stattfanden.

Neben dem Abbrennen des Scheiterhaufens (dem 'Fasnachtsfüür') wird auch der Brauch des Scheibenschlagens gepflegt. Dabei werden im kleinen Feuer (dem 'Schibefüür') mittels einem "Schiibestecke" (lange Haselnussruten) kleine Holzscheiben zum glühen gebracht und über ein schräg aufgestelltes Brett, den "Schiibestuehl" so abgeschlagen, dass sie - ähnlich Sternschnuppen - talwärts fliegen. 

Dadurch soll die kalte Jahreszeit sowie die finsteren dunklen Geister vertrieben und die Felder fruchtbar werden. 

Der Frühling gibt seit gestern ein Gastspiel – vielleicht als Ersatz für den abgesagten Brauch.

Lassen wir doch anstelle unsere Sternschnuppen in Gestalt von Ideen in Gedanken fliegen, auf dass sie fruchtbar werden.


17 /02 /2021

Bis vor kurzem war ich noch „exotisch“

Seit das Gehen eine Renaissance erlebt, werde ich zum Glück nicht mehr so misstrauisch angeschaut. Ging man bislang ohne ersichtlichen Grund (Hund, Sport, etc.) einfach so umher, war dies vielen Mitmenschen doch sehr suspekt .

Inzwischen wird die Kraft eines Spaziergang überall gepriesen. Für mich gehört Gehen zu meinem Alltag und zu meinem Leben schon immer dazu - quasi eine Lebensnotwendigkeit. 

Ich nutze diese Kraft des Gehens ausgiebig und spaziere deshalb viel am liebsten ablenkungsfrei mit allen Sinnen: offen für den Wechsel der Jahreszeiten, das Licht, die Luft, die Geräusche der Natur, den Untergrund spüren, genaues Hinschauen und gerne Situationen bildlich festhalten. Musik, Podcasts oder Hörbücher sind mir zu viel.

Was ich gerne mag, ist ein gutes Gespräch. Für einen Walk an Talk bin ich immer zu begeistern.

Das „geht“ ja zum Glück auch virtuell auf Distanz. Mit dem Vorteil der individuellen Strecke und Geschwindigkeit.

#walkandtalk #openforwalkandtalk  #kraftdesgehens #denkzeit #gehzeit #neuronaleverbindungen #fieldnotes #projektregie


08 /02 /2021

Son Mat | Handgeschmack

Vor einigen Tagen bin ich über einen Tweet auf den Koch und Philosophen Malte Härtig aufmerksam geworden den ich bis dahin nicht kannte.

Das darin erwähnte Gespräch mit ihm bei Deutschlandfunk Kultur hat mich sehr angesprochen – finde ich mich doch gerade beim Thema Handgeschmack wieder.

„Es ist die Art, wie eine Speise zubereitet und damit ihre Qualität bestimmt wird: Die Köchin, der Koch gibt über die knetende, formende Hand, die persönliche Freude am Zubereiten ins Essen. Die Hände sind nicht nur Werkzeug, sondern auch Wahrnehmungs- und Sinnesorgane.“ (Das Glück der einfachen Küche Kneten, reiben, zupfen, mischen – Kochen als sinnliches Handwerk..Autor(en): Jule Felice Frommelt Malte Härtig)

Am Freitag war bei mir wieder Backtag. Vollkorn-Sauerteig-Brot, Ciabatta, Croissants benötigen ganz unterschiedliche Vorbereitungen, Zeit, Sorgfalt und mein Son Mat.

Son Mat kann man umschreiben als die Sorgfalt, die Hingabe, das Gespür und die Einzigartigkeit der Überlegungen, die eine Person in die Zubereitung des Gerichtes gesteckt hat.

Mein Bestreben für all mein Tun.


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